_   "OPERATION LEATHERBACK" ___________________________________________________________________________________


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Seit 2009, unternehmen SOS-SEATURTLES und S.O.L.O. (Safe our Leatherback Operation )  in West Papua Indonesien, gemeinsam Schutzmassnahmen für die höchst bedrohten Lederschildkröten.

Lederschildkröten
Die im Meer lebende Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) ist der unbestrittene Gigant unter den Schildkröten: Mit einer Gesamtlänge von bis zu 250 Zentimetern und einem Gewicht von bis über 900 Kilogramm übertrifft sie bei weitem nicht nur alle anderen Meeresschildkröten, sondern auch ihre grossen an Land lebenden Schwestern, die Riesenschildkröten von den Galapagosinseln und den Seychellen. Ihren Namen verdankt die Lederschildkröte der Tatsache, dass bei ihr der für die Schildkröten sonst typische starre Knochen- und Hornpanzer durch eine dicke, lederartige Haut ersetzt ist. Lederschildkröten haben neben den Walen, den absoluten Tiefenrekord, auf der Suche nach Futter können sie bis 2000 Meter hinab  tauchen und die Luft stundenlang anhalten.

                      

               Lederschildkröte ( Dermochelys coriacea ) beim Ablegen der Eier                                                      Lederschildkröte nach der Eiablage auf dem Weg ins rettende Meer.

Vom Aussterben bedroht.
Die Lederschildkröten wird nicht, wie andere Meeresschildkröten, des Fleisches oder des Panzers wegen von den Menschen gejagt.
Die Dezimierung der Bestände ist primär auf zwei Hauptfaktoren zurückzuführen:

                          - Entnahme der Eier an den Legeplätzen, die als „Potenzmittel“ auf den asiatischen Märkten Höchstpreise erzielen.
                         - Als Beifang in  Schlepp und Treibnetzen, sowie an den Haken der „Longliner“ Fischerbooten. Die Lederschildkröten sind
                           diesen Gefahren am stärksten ausgesetzt, da sie tausende von Meilen in den Ozeanen zurücklegen.
Als einzige Meeresschildkröte ernährt sich die Lederschildkröte fast ausschliesslich von Quallen. Aus dieser Spezialkost erwächst dem grossen Reptil leider mehr und mehr eine ernste Gefahr. Denn offensichtlich kann die Lederschildkröte nur schwer zwischen Quallen und Plastikfetzen unterscheiden, die heute in erschreckenden Mengen frei in allen Meeren treiben. Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa die Hälfte aller Tot aufgefundenen Lederschildkröten, Kunststoffabfälle in ihrem Magendarmtrakt haben. Diese führen zu schweren Verdauungsstörungen und letztlich zum Tod der betroffenen Tiere.  Hier muss noch erwähnt werden, dass die weltweit auftretenden Quallenplagen, neben anderen Faktoren, ebenfalls auf das Fehlen von Lederschildkröten zurückzuführen ist. Da ein ausgewachsen Tier, im Durchschnitt  hundert Kilogramm Quallen pro Tag verzehrt, können Zahlem hochgerechnet werden, aussagekräftig genug sind diesen Faktor ernst zu nehmen.
Das die weltweite Population der Lederschildkröten in den letzten Jahrzehnten auf ein Drittel zurückgegangen ist, hat neben den erwähnten, auch noch andere Gründe. Durch die Entfremdung von Stränden, gehen den Tieren ihre ursprünglichen Plätze zur Eiablage verloren und an  noch unbekannten Krankheiten, die auf die zunehmende Verschmutzung der Meere zurückzuführen sind, sterben unzählige Lederschildkröten. Aus  diesen Gründen, müssen wir alles unternehmen mehr für ihren Schutz zu tun. In Anbetracht aller dieser Tatsachen zählt JEDES Tier !!

                                    
                                            In die Leinen eines "Longliner" Fischerbootes verhedderte Lederschildkröte. Das Tier wurde so am Strand
                                                  gefunden und konnte gerettet  werden.
 Photo: D.Connelly/L.Clark.
 

                     Video-Clip  von Larry Mc Kenna;    http://www.youtube.com/watch?v=ufD8jJgK2p4

 

Was kann zu deren Schutz gemacht werden.
Die Überfischung der Ozeane, wodurch  Lederschildkröten als Beifang ihr Leben lassen, ist nur auf politischer Ebene zu kontrollieren und das stoppen der Plastikflut im Meer, ist praktisch unmöglich.  Wir können und müssen uns primär auf zwei Aktionen konzentrieren:
                                     -  Schutz der Gelege vor Plünderungen durch Menschen und Tiere und Aufzucht an geschützten Plätzen.
                                     - 
Aktive Hilfeleistung  an den Niststränden wenn die Muttertiere zum Eierlegen ankommen, um ihnen den Weg ans
                                         Ufer und vor allem wieder zurück zu garantieren..
Je mehr Jungtiere ins Meer gebracht werden, desto grösser sind die Chancen der Fortpflanzung.  Die Gefahren für das Muttertier während der Eiablage sind enorm.  Bereits ein Stück Treibholz oder Schwemmgut,  kann dem durch die Arbeit geschwächten Tier den Weg zurück ins Meer verunmöglichen. Hier kann der Mensch, vor Ort, aktiv eingreifen!
 

      
                   
     Lederschildkröten legen pro Nest 30-50 fast Tennisball grosse Eier ab.                        Soeben geschlüpftes Baby auf dem schnellsten Weg ins Meer. Meer.                      

Das gemeinsame Projekt in West Papua - Irian Jaya,  Indonesien.  
Nach vielen Jahren unermüdlichem Einsatz von SOS-SEATURTLES
www.sos-seaturtles.ch und der Indonesischen Tierschutzorganisation PRO FAUNA
www.profauna.or.id auf  Bali den Schildkrötenmord zu stoppen, ist der Kampf gewonnen  Seit einem halben Jahr nun, ist der Handel mit Schildkröten auf der Insel zum erliegen gekommen oder soweit geschrumpft, dass es selbst für die Polizei und die Verbindungsleute der PROFAUNA Aktivisten nicht mehr nachvollziehbar ist.  Wir können also von einem großartigen Erfolg gegen die „Turtlemafia“ sprechen, wurden auf der Insel noch vor 10 Jahren, über 20'000 Meeresschildkröten regelrecht abgeschlachtet. http://www.sos-seaturtles.ch/newsseite_deutsch.htm  
Neben der "politischen" Kampagne, denn illegalen Schildkrötenfang im WAKATOBI National Park in Ost Sulawesi unter Kontrolle zu bringen.
http://www.sos-seaturtles.ch/Wakatbi_Traffickin_2008.htm , können wir uns einer neuen Aufgabe widmen – denn höchst bedrohten Lederschildkröten beim Überleben zu helfen !
Mit der seit einigen Jahren erfolgreich  tätigen Organisation „SAVE OUR LEATHERBACKS“ 
http://www.saveourleatherbacks.org/,  gegründet von Larry Mc-Kenna, pensionierter US-Airforce Pilo, mit höchsten Auszeichnungen, haben wir einen Partner der schon wertvolle  Vorarbeit geleistet hat. Das Project  erstreckt sich über  18km langen "
Jamsburs-Medi" Beach  - dem  längsten Niststrand auf der Welt..
Bereits wurden im letzten Jahr Nester geschützt und die  Bewohner des nahe gelegenen kleinen  Dorfes in den Schutz der Lederschildkröten mit einbezogen.
 

Das Projekt
      
  -    
Entwickeln von dorffreundlichen  Mitteln , die Nester vor Menschen und Tieren zu schützen, bis  die Babys ausschlüpfen.  
             -    Während des Brutzeiten werden aus Dorfbewohnern bestehende Streifen, die Nester kontrollieren bis die Jungen ausgeschlüpft sind.  
            -     Verlegen von Eiern welche in Strandregionen gelegt wurden, wo zu hohe Temperaturen herrschen oder bei hoher Flut unter  Wasser gesetzt
                   würden.
            -     Ausbildung von Rangern unter Verwendung eines zur Verfügung gestellten Arbeitsbootes, um effizient den Strand vor Wilderern und  
                  Raubtieren zu schützen.
             -    Weiterführen der bereits begonnen Lebensverbesserungen innerhalb des Dorfs. Diese beinhalten die Quelle des Trinkwassers zu kanalisieren,
                  Hilfe für Schulkinder in der Form Lehrbüchern, praktische Ausbildung versch. Handwerke für Frauen und Männer die Infrastruktur im Dorf zu
                  verbessern. Liefern von Medizin und Ausrüstung in Kollaboration mit dem Indonesischen grünen Kreuze, sowie Aktivitäten auf politischer
                  Ebene, die Einwohner in dieser Gegend besser zu unterstützen.

  
                 
     Durch Schweine ausgegrabene Schildkrötennester.                                         Auf Grund der globalen Erwärmung, sterben Babys in den Eiern, wenn 
                                                                                                                                        diese nicht an einen  geschützten Platz verlegt werden.  


 
          
           
     
 18 Km  Sandstrand  gilt es zu überwachen und zu schützen.                                Durch den Anstieg des Meerspiegels, werden viele Gelege überflutet und
                                                                                                                                    und müssen verlegt werden.

                      
            Grosse Abschnitte des Standes wurden bereits mit Solar-Elekrozäunen               West Papua, Der Legestrand,  liegt links oben im Norden, zwischen
             gegen Schweine und andere Räuber abgesperrt.                                             Sorong und Manokavari.

           

             

Finanzierung
Wie alle Projekte von SOS-Seaturtles und S.O.L.O. werden auch diese Aktivitäten durch Spenden aus der Tauch und Reiseindustrie, sowie von Privatpersonen unterstützt. Dank den Publikationen in den Medien stossen unsere Aktionen wie immer auf riesiges Interesse. Alle Mittel werden zu hundert Prozent für die Schildkrötenprojekte eingesetzt. 
Spendenkonto hier klicken !

     
                                                   ..........die Lederschildkröten brauchen unsere Hilfe !!!!                   
_  Photos by Larry Mc Kenna  ______________________________________________
    
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